Wochenlang war es ein streng gehütetes Geheimnis der Organisatoren Andreas Dörner, Benjamin Bäcker und Frank Stürzebecher, wo sie stattfinden würde, die Übung. Voller Erwartung versammelten sich daher die etwa 120 Einsatzkräfte am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr an ihren Stützpunkten. Viel spekuliert wurde, wo es wohl sein könnte. Sicher doch an einem Gewässer, da ja die Wasserwacht im Spiel ist. Echinger See, Stoibermühle, alles wurde vermutet. Als schließlich um 9 Uhr die Alarmierung eintraf lüftete sich das Geheimnis. Richtung Kranzberg sollte es gehen, dort ist der Sammelplatz. Jeder vermutete nun natürlich den Kranzberger See, aber wieder falsch.
Das Unfallszenario spielte sich ganz versteckt im Wald am Amperkanal bei Appercha ab. „Absturz eines Kleinflugzeuges mit Wasserberührung“ so lautete die Einsatzmeldung. Die erste Herausforderung war logistischer Art. Wo sollte man auf dieser schmalen Uferstraße alle Einsatzfahrzeuge unterbringen und dann auch noch Zelte für die Verletzten aufbauen? Die Führungskräfte lösten das Problem bestens. Jede Lichtung und Lücke im Wald wurde ausgenutzt und auch die Gegebenheiten vor Ort, wie vorhandene Parkbänke oder Zugänge zum Kanal, wurden ausgenutzt. Das KIT suchte sich einen ruhigen Platz, wo sie ihre unverletzten Patienten betreuen konnten und die SEG-Behandlung baute ihr Zelt mit Hilfe der SEG-Technik-&-Sicherheit auf. Wasserwacht und THW hieften mit dem Kran vom THW ihre Boote ins Wasser.
Etwa 4 Stunden lang schwitzten die Einsatzkräfte, bei dem schönen Wetter. Verletzte im Wald suchen, notversorgen und möglichst schonend zur Landestelle der Boote bringen. Dort wurden sie von den Bootsführern der Wasserwacht übernommen und den Kanal entlang Richtung Behandlungsplatz gebracht, wo sie von Notärzten gesichtet und die Schwere ihrer Verletzungen festgestellt wurde. Weiter wurden die Patienten dann von Tragetrupps in das Zelt der SEG-Behandlung gebracht. Hier wurden die Patienten entsprechend versorgt und für einen Weitertransport in eine Klinik gesorgt. Die Koordination der Rettungsmittel vor Ort regelte die UGSanEl.
Ein großes Lob gilt noch den Helfern von der Realistischen Unfalldarstellung, die es wieder verstanden die Mimen gruselig gut zu schminken. Ein Außenstehender hätte die Wunden ohne weiteres für echt halten können, noch dazu bei der schauspielerischen Leistung der Mimen.
Nach getaner Arbeit freuten sich alle Teilnehmer über die vom Betreuungsdienst bereitgestellten belegten Semmeln und nachdem alle Kräfte zusammengepackt hatten traf man sich an der Rettungswache Eching bei Schweinebraten mit Knödeln und Kartoffelsalat, was ebenfalls vom Betreuungsdienst verteilt wurde.
Alles in Allem eine hervorragende organisatorische Leistung diese Übung auf die Beine zu stellen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass solche organisationsübergreifenden Übungen überaus wichtig sind, um den Arbeitsablauf aufeinander abstimmen zu könne. Ein großer Dank an die Organisatoren!
Weitere Fotos sind auf der Seite des THW zu finden.
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