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 NICHT ANGEMELDET! 
< Sechs angehende Rettungssanitäter in Ausbildung geschickt
11.09.2017 Kategorie: SEG, Allgemein

Großalarm für die Bereitschaften des Kreisverbands Freising!

... doch es handelte sich nur um eine geplante Übung. Erneut war es der Flughafen, der es uns ermöglichte eine Großübung durchzuführen.


Während im Kreisverband schon untertags derzeit viel geboten war, wie das Freisinger Volksfest oder das Moosburger Herbstfest, wurde am 09.09.2017 gegen 00:47 Uhr der Alarm durch die Integrierte Leitstelle Erding ausgelöst. Gemeldet wurde ein "Großanzunehmender Unfall" mit Fluggerät. Alarmstichwort: ManV 3

Die Mitglieder der Bereitschaft Freising machten sich daraufhin umgehend zu den jeweiligen Standorten der Unterstützungs- und Schnelleinsatzgruppen und besetzten die Fahrzeuge. Ab 01:00 Uhr waren alle Fahrzeuge unterwegs in Richtung Bereitstellungsraum nahe des Flughafens.

Folgende Fahrzeuge wurden durch unsere Mitglieder voll besetzt oder teilweise gestellt:

 

Nr.:

Rufname:

Typ:

Einheit:

1

Rotkreuz FS 41/71/72

RTW

UG-Rett / Hintergrunddienst

2

Rotkreuz FS 41/73/10

KTW

SEG Transport

3

Kater FS 6/51

ORGL

Sanitäts-Einsatzleitung

4

Rotkreuz FS 61/14/1 + Anh.

MTW

SEG Betreuung

5

Rotkreuz FS 41/77/1

ATW

SEG Sanität

6

Rotkreuz FS 41/54/1

GwSan

SEG Sanität

7

Rotkreuz FS 7/1

ELRD

Einsatzleiter Rettungsdienst

8

Kater FS 13/2

ELW2

UG-SanEL

9

Rotkreuz FS 41/98/1

ABP

Pressearbeit

10

Rotkreuz FS 41/17/2

Krad

Krad-Melder

11

Rotkreuz FS 51/11/1 + Anh.

MZF

SEG Technik und Sicherheit

Das Hauptszenario stellte ein Flugzeug des Typs Airbus A320 dar, dessen Triebwerk auf der Landebahn Feuer gefangen hatte. Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch unter Kontrolle bringen, jedoch wurden durch mehrere Explosionen auch Verletzte vermutet. Erst nach vollständig Kontrolle der Brände konnte mit der Bergung und Rettung verletzter Passagiere aus dem Flugzeug begonnen werden.

Da unser Rettungswagen (RK FS 41/71/72) als zweites Einsatzmittel eintraf, wurde dieser umgehend zur Schadensstelle beordert und unterstützte zunächst bei der Sichtung der Patienten und Einrichtung der Patientenablage. An Verletzungsmustern wurden hier Verbrennungen, Frakturen und schwere Schocks festgestellt. Insgesamt wurden nach Angaben der Übungsleiter 15 Schwerstverletzte, 30 Mittelschwerverletzte und 52 Leichtverletzte eingespielt, die es galt adäquat zu versorgen und abzutransportieren.

Während dieses Szenario lief, wurden die auf Bereitschaft stehenden Einsatzmittel mit größeren Versorgungskapazitäten, wie die Schnelleinsatzgruppen Behandlung, zu dem Abschnitt Behandlungsplatz gelotst. Dort angekommen, wurde durch die SEG Behandlung Freising ein Zelt für die intensivmedizinische Versorgung von Schwerstverletzten aufgebaut. Die Patientenzuführung startete umgehend nach Meldung der Einsatzbereitschaft. Insgesamt wurden in diesem Zelt jedoch bis Übungsende nur zwei Patienten behandelt. Zwei weitere Behandlungszelte stellten die Malteser Erding sowie die Johanniter Allershausen. Ebenfalls am Behandlungsplatz kam die Freisinger SEG Technik und Sicherheit zum Einsatz, welche für die Sicherung der Zelte, Stromversorgung und Arbeitssicherheit sorgte.

Des Weiteren wurde die SEG Betreuung Freising gemeinsam mit dem Kriseninterventionsteam Freising und Erding innerhalb des Flughafengeländes zur Betreuung der Unverletzten und teilweise unter Schock stehenden Betroffenen eingesetzt. Hierzu wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Nebenbei spielte die Übungsleitung noch während der Bewältigung des Hauptszenarios kleine Nebenszenarios ein. So wurde in der Nähe des Geschehens ein Auffahrunfall mit mehreren Verletzten simuliert. Zu späterer Stunde der Übung wurde außerdem ein Hubschrauberabsturz in der Nähe des Geländes eingespielt. Die Einsatzleitung, bestehend aus dem Organisatorischem Leiter Erding und der Leitenden Notärztin von Freising (Birgit Wahl) mussten diese Ereignisse ebenfalls mit den vorhandenen Kapazitäten abwickeln. So kam die Einsatzleitung langsam aber sicher an die Grenzen der Kapazitäten, auch wenn längst Fahrzeuge aus dem Bezirk Niederbayern mit einbezogen wurden.

Dennoch, die Großübung hat allen Kräften wieder einiges abverlangt und gezeigt, was geändert oder verbessert werden kann. Das Fazit der Übungsleitung war durchwegs positiv. Einzelheiten werden in den kommenden Tagen innerhalb der Übungsleitung und Katastrophenschutzamtes zwischen den Landratsämtern Freising und Erding besprochen. Im Übrigen: Insgesamt waren ca. 700 Helfer von Feuerwehr verschiedener Ortschaften, dem Technischen Hilfswerk Freising und sämtlichen Hilfsorganisationen aus der Umgebung einbezogen - die Polizei nicht zu vergessen. Die Flughafen-München-Gesellschaft spendierte nach Übungsende (ca. 05:00 Uhr) noch eine warme Mahlzeit als Dankeschön an alle Helfer.

Mit großem Dank möchten wir allen Bereitschaftsmitgliedern für Ihre spontane Einsatzbereitschaft (wie im Ernstfall eben) danken; vergelts Gott.

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12.09.2017, Bereitschaftsleitung Freising